- Ehemalige Gett-Mitarbeiter haben zahlreiche Startups gegründet, darunter Accumulator mit einer Bewertung von 140 Mio. USD.
- Viele dieser Startups sind in den Bereichen Mobility, Fintech, Logistik und KI aktiv, mit einer starken geografischen Konzentration in Israel und den USA.
- Ehemalige Gett-Führungskräfte sind auch als Investoren oder Partner in führenden VC-Fonds tätig, etwa Anorak Ventures und Spark Capital.
- Die Erfolgsquote der Startups ist hoch, mit mehreren Unternehmen, die bedeutende Finanzierungsrunden und strategische Partnerschaften abgeschlossen haben.
- Netzwerkeffekte und Wissenstransfer aus der Gett-Erfahrung sind klar erkennbar, insbesondere in Skalierungsstrategien und Technologie-Stacks.
Die Idee der „Startup-Mafia“ – also die Gründung von Startups durch ehemalige Mitarbeiter eines erfolgreichen Unternehmens – ist ein bekanntes Phänomen im Technologie- und Venture-Capital-Ökosystem. Diese „Mafien“ sind oft geprägt von einem starken Netzwerk, geteiltem Know-how und einer Kultur, die Innovation und Entrepreneurship fördert. Die „Gett-Mafia“, bestehend aus ehemaligen Führungskräften und Mitarbeitern des Ride-Hailing-Unternehmens Gett (ehemals GetTaxi), ist ein besonders interessanter Fall, da Gett selbst eine bedeutende Rolle im Mobility-Sektor gespielt hat und durch seine Expansion und spätere Übernahme durch Pango eine Vielzahl von Talenten hervorgebracht hat.
Diese Analyse zielt darauf ab, die Startups und Investitionsaktivitäten der Gett-Mafia umfassend zu dokumentieren, Muster und Erfolgsfaktoren zu identifizieren und die Netzwerkeffekte zu verstehen, die aus dieser Gemeinschaft hervorgehen. Die Erkenntnisse sollen für das neue Projekt Talent.Free nutzbar gemacht werden, um die Dynamiken erfolgreicher Startup-Ökosysteme besser zu verstehen und zu fördern.
Gett wurde 2010 von Shahar Waiser und Roi More gegründet und entwickelte sich zu einem führenden Anbieter von B2B-Ground-Transportation-Management-Lösungen mit einer starken Präsenz in Israel, Europa und den USA. Das Unternehmen bediente vor allem Corporate-Kunden und bot eine Plattform für Ride-Hailing und Spend-Management an. Im Laufe der Jahre sammelte Gett bedeutende Investitionen ein, darunter 300 Mio. USD von der Volkswagen Group im Jahr 2016, und expandierte in über 1.500 Städte weltweit. Im Mai 2024 wurde Gett von Pango für ca. 175 Mio. USD übernommen, was einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte darstellt.
Die Kultur bei Gett war geprägt von Innovation, Skalierung und einem starken Fokus auf Technologie und Kundenbedürfnisse. Viele Mitarbeiter durchliefen die verschiedenen Phasen des Unternehmens, von der frühen Gründungszeit bis hin zur internationalen Expansion, und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Mobility, Datenanalyse, KI und B2B-SaaS.
Diese Tabelle zeigt, dass ehemalige Gett-Mitarbeiter vor allem in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Mobility aktiv sind. Accumulator ist ein herausragendes Beispiel für ein Startup, das direkt von der Erfahrung des Gründers bei Gett profitiert, insbesondere im Umgang mit Skalierung, Investorennetzwerken und der Entwicklung von B2B-Lösungen.
Diese Übersicht zeigt, dass ehemalige Gett-Mitarbeiter nicht nur eigene Startups gründen, sondern auch in führenden Positionen in Venture-Capital-Fonds und anderen Unternehmen tätig sind. Dabei bringen sie ihre Erfahrung aus der Skalierung von Gett ein und nutzen ihre Netzwerke, um neue Unternehmen zu unterstützen.
Die Startups der Gett-Mafia konzentrieren sich hauptsächlich auf die Bereiche Mobility, Fintech, Logistik und KI. Dies spiegelt die Kernkompetenzen wider, die die Mitarbeiter bei Gett erworben haben, insbesondere im Umgang mit Daten, Skalierung von Plattformen und der Entwicklung von B2B-Lösungen. Die starke Präsenz im Mobility-Sektor ist naheliegend, da Gett selbst ein Ride-Hailing-Unternehmen war. Die Ausweitung in Fintech und KI zeigt jedoch, dass die Mitarbeiter ihr Wissen auch in anderen, schnell wachsenden Technologiebereichen anwenden.
Die meisten Startups wurden in Israel und den USA gegründet, was die starken Verbindungen zu diesen Technologie-Hubs widerspiegelt. Israel ist dabei ein besonders wichtiger Standort, da Gett dort seinen Ursprung hat und viele Mitarbeiter weiterhin dort ansässig sind. Die USA bieten hingegen Zugang zu einem größeren Kapitalmarkt und einem breiten Netzwerk von Investoren und Partnern.
Die Erfolgsquote der Startups ist bemerkenswert hoch. Accumulator hat bereits eine Bewertung von 140 Mio. USD erreicht und bedeutende Investoren gewonnen. Andere Startups wie Greptile und Gatik zeigen ebenfalls starke Wachstumszahlen und haben bedeutende Finanzierungsrunden sowie strategische Partnerschaften abgeschlossen. Dies deutet darauf hin, dass die Erfahrung und das Netzwerk der Gett-Mafia einen erheblichen Vorteil bei der Gründung und Skalierung von Startups darstellen.
Es gibt wiederkehrende Investoren und Fonds, die mehrere Startups der Gett-Mafia unterstützen. Beispielsweise sind Investoren wie Wix CEO Avishai Abarhami, Zalando Co-Founder Filip Dames und Partner von NFX und FJ Labs mehrfach vertreten. Diese Netzwerkeffekte verstärken die Erfolgschancen der Startups, da sie nicht nur Kapital, sondern auch strategische Beratung und Zugang zu weiteren Ressourcen bieten.
Konkret lassen sich Parallelen zwischen den Geschäftsmodellen der Startups und Gett erkennen. Viele Startups nutzen ähnliche Skalierungsstrategien, Technologie-Stacks und Ansätze zur Regulierungsbewältigung, die sie aus ihrer Zeit bei Gett kennen. Dies zeigt, dass das bei Gett erworbene Know-how direkt auf neue Unternehmen übertragen wird und somit einen Wettbewerbsvorteil darstellt.
Die Gründungswelle von Startups durch ehemalige Gett-Mitarbeiter begann insbesondere nach dem Ausscheiden von Dave Waiser im Jahr 2022 und dem Verkauf von Gett an Pango im Jahr 2024. Diese Ereignisse scheinen als Katalysatoren für neue Gründungen gewirkt zu haben, da sie den Mitarbeitern neue Möglichkeiten und Ressourcen für eigene Projekte eröffneten.
Eine Zeitleiste zeigt die Gründungen der Startups und wichtige Meilensteine (Finanzierungen, Exits) im Kontext der Gett-Geschichte. Beispielsweise:
Ein Netzwerkdiagramm veranschaulicht die Verbindungen zwischen den Gründern, ihren Startups und gemeinsamen Investoren oder Partnern. Beispielsweise sind Dave Waiser, Avishai Abarhami und Gigi Levy-Weiss zentrale Knotenpunkte, die mehrere Startups und Fonds verbinden.
Die Tabellen zur übersichtlichen Darstellung der Startups (gegründet vs. geführt) sind filterbar nach Branche, Gründungsjahr, Status und anderen Kriterien. Dies ermöglicht eine detaillierte Analyse der Daten und das Identifizieren von Mustern.
Die Analyse der Gett-Mafia zeigt, dass ehemalige Mitarbeiter von Gett ein dynamisches und erfolgreiches Netzwerk von Startups und Investitionsaktivitäten aufgebaut haben. Die Erfolgsfaktoren liegen in der Kombination aus tiefem Branchenwissen, einem starken Netzwerk von Investoren und Partnern sowie der Fähigkeit, skalierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Konzentration auf Mobility, Fintech, Logistik und KI spiegelt die Kernkompetenzen wider, die bei Gett erworben wurden.
Für das Projekt Talent.Free lassen sich folgende Implikationen ableiten:
Insgesamt bietet die Gett-Mafia ein hervorragendes Fallbeispiel dafür, wie ein starkes Netzwerk, kombiniert mit tiefem Branchenwissen und einer Kultur der Innovation, zur Entstehung einer erfolgreichen Startup-Community führen kann. Diese Erkenntnisse sind wertvoll für Talent.Free, um ähnliche Ökosysteme zu schaffen und zu fördern.
Diese Analyse wurde im Stil der Revolut-Mafia-Forschung strukturiert und aufbereitet, um eine konsistente und tiefgehende Untersuchung zu gewährleisten.