Aktuell wird in Deutschland nicht über eine generelle "Abschaffung" der Teilzeitarbeit diskutiert, sondern über die Einschränkung des gesetzlichen Rechtsanspruchs darauf. Der Wirtschaftsflügel der CDU hat vorgeschlagen, den grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abzuschaffen und nur noch in begründeten Fällen – etwa bei Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildung – zu gewähren. Freiwillige Teilzeitarbeit ohne solche Gründe ("Lifestyle-Teilzeit") soll demnach nicht mehr möglich sein. Dieser Vorstoß stößt jedoch auf breite Kritik, auch innerhalb der CDU. Gegner argumentieren, dass eine solche Einschränkung vor allem Frauen benachteiligen und den Fachkräftemangel verschärfen würde, da viele Menschen aus persönlichen oder familiären Gründen auf Teilzeit angewiesen sind. Die Debatte ist also politisch umstritten und betrifft vor allem die Frage, unter welchen Bedingungen Teilzeitarbeit möglich sein soll, nicht aber die Teilzeitarbeit als solche.
Zusammengefasst: Es geht um eine mögliche Einschränkung des Rechtsanspruchs, nicht um ein Verbot von Teilzeitarbeit. Wie bewerten Sie diese Diskussion?
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